300 Jahre Kirche Poxdorf – Festgottesdienst und Baumpflanzung

Bis auf den letzten Platz war die kleine Dorfkirche zu Poxdorf  am Sonntag, den 1. September anlässlich des Festgottesdienstes zum 300. Jubiläum gefüllt. Riesige Sonnenblumen, rotfarbene Dahlien und Zinnien sowie frische Gartenrosen schmückten Altar und Kirche. „Alles Blumen aus dem Dorf!“, erläuterte Silke Böhme, die gemeinsam mit Bernd Liebl, beide vom Gemeindekirchenrat, die Gäste begrüßten und durch den Gottesdienst führten. Der Posaunenchor aus Kunitz eröffnete mit einer Intrade den Gottesdienst und begleitete einfühlsam den Gemeindegesang. Bernd Liebl trug einen Querschnitt der Geschichte von Dorf und Kirche vor, bevor Pfarrer Eckhard Waschnewski in  seiner anschaulichen Predigt, Gestaltung und Sinn des 1719 von Christian Volck, Bildhauer zu Naumburg, geschaffenen Altars der Kirche zu Poxdorf erläuterte.

Die Dreigliederung des Altars ganz aus Holz wolle verdeutlichen: Gott lade die Menschen des Dorfes gestern wie heute zum Hören, Schauen und Schmecken ein. Gott spricht zu uns, indem er uns tröstet, ermutigt und Wegweisung gibt. Gott hört zu, wenn wir ihm im Gebet sagen, wie es um uns steht. Gott lässt in den Himmel schauen. Mit dem Wasser des Lebens getauft, wendet er sich uns mit seinem Erbarmen zu und heilt unsere Wunden und trocknet unsere Tränen. Am Tisch des Herrn lädt Gott uns ein in Brot und Wein sein Heil schon jetzt auf Erden schmecken und fühlen zu können.

Nach dem Gottesdienst pflanzten die Poxdorfer aus Poxdorf in Franken, die an diesem Tag zu Gast waren, für alle Poxdorfer in Thüringen eine Sommerlinde zwischen der Kirche und dem ehemaligen Schulgebäude. Bürgermeister des Thüringer Poxdorf, Daniel Voigt, spendete ausreichend Wasser, damit der junge Baum einen guten Start in sein junges Leben hinlegen kann. Mit den Worten: „Diese Linde möge uns zu Herzen wachsen!“, ermutigte Pfarrer Waschnewski die Anwesenden ihre Jubiläumslinde für die Zukunft in Ehren hegen und pflegen zu wollen.

Dann erwartete Akteure und Gäste eine reichlich gedeckte Kaffeetafel im einstigen Schulgebäude und frei auf dem Schulplatz. gab es Rostwurst und Bier. Gut elf  Frauen aus Poxdorf hatten den Kuchen gebacken. Für den Eingang zur Kirche hatten zuvor am Donnerstagabend viele Frauen aus dem Dorf eine riesige Girlande aus Tannenreisig geflochten. Die Männer schmücken das Tor zum Friedhof, auf dem die Kirche gebaut ist, mit jungen Birken. Man spürte, die Menschen im Dorf freuten sich sehr auf diesen festlichen Augenblick. Ein junges Elternpaar meldete ihre zwei Kinder zu Taufe im kommenden Jahr an. Wenn das nicht ein gutes Zeichen der Hoffnung für Poxdorfs Kirche und für alle im Dorf ist?!

Kirchengemeinde Graitschen b. Bürgel/ Gemeindeteil Poxdorf



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