Das Badertor

Bürgeler-Faschings-Club e.V., Bürgel, den 04.07.1996

Am 28.05.1996 wurde in der Handwerker- und Gewerbevereinssitzung vom Bürgermeister Herbert Schimansky ein Antrag eines Privatinteressenten auf Nutzung des Badertores vorgestellt. Der Vorsitzende des HGV e.V. und gleichzeitige 2. Vorsitzende des BFC e.V. Ulrich Stoltz nahm den Gedanken auf und schlug vor, dieses Objekt, dem BFC e.V. als Vereinshaus zu überlassen. Der Bürgermeister begrüßte diese Idee und schlug vor, so schnell als möglich, einen Antrag seitens des Vereines einzubringen.

In der BFC Sitzung am 04.06.1996 wurde der Gedanke, ,,Vereinshaus Badertor“, vorgetragen. Und noch am 07.06.1996 wurde das Objekt von einigen Mitgliedern des BFC e.V. besichtigt.

Mit allgemeiner Mehrheit wurde festgestellt, dieses Objekt sei für den Verein überschaubar, ausbaufähig und als Vereinshaus nutzbar. Am 11.06.1996 übergab der Vorsitzende des BFC e.V. Thomas Fache, einen Antrag auf Nutzung des Gebäudes dem Bürgermeister. In der Haupt- und Finanzausschusssitzung der Stadt Bürgel am 12.06.1996 wurde darüber beraten und einstimmig für den Antrag gestimmt. Mit der Stadtverordnetensitzung der Stadt Bürgel am 19.06.1996 in Ilmsdorf wurde dem Antrag des BFC e.V. ebenfalls einstimmig zugestimmt und somit grünes Licht dem BFC e.V. zur Nutzung erteilt.

Am 08.07.1996 wurde der 2. Vorsitzende des BFC e.V. U. Stoltz in Hainspitz auf der Baustelle vom Abgeordneten Herrn M. Hesse aufgesucht und darauf hingewiesen so schnell als möglich einen Antrag auf Nutzung für mindestens 10 Jahre bei der Stadt Bürgel einzubringen. Am 08.07.1996 wurde sofort durch den 1.Vorsitzenden des BFC e.V. Herrn Roland Panitz versucht Kontakt mit dem Bürgermeister aufzunehmen. Am 11.07.1996 fand eine Unterredung zwischen Herrn R. Panitz und dem Bürgermeister Herrn H. Schimansky statt. In diesem Gespräch wurde Seitens des Bürgermeister bestätigt, das ein Nutzungsvertrag bereits erstellt wurde und in den nächsten 14 Tagen dem BFC e.V. zugehe. Nun lagen alle Vorstellungen, Versprechen und Realisierungen in den Händen des BFC e.V.

28.08.1996 Baubegehung mit Herrn Steiner (Denkmalschutzbeauftragter), Herrn Geyer (Bauamtsleiter) sowie Herrn Ulrich Stoltz, alle baulichen Veränderungsvorstellungen des BFC e.V. wurden voll akzeptiert und positiv bewertet, sofortige Maßnahmen für Bauausführungen eingeleitet und Antrag auf Fördermittel in Höhe von 10,000, DM gestellt.

25.09.1996 U. Stoltz, J. Friedel, F. Ferber und J. Kolaschnik treffen sich im Badertor zur Absprache des Bauablaufes. J. Kolaschnik übernimmt ab sofort die Bauleitung für die Zeit der Bauarbeiten.

28.09.1996 Beginn der Baumaßnahmen, Abriss Esse, Freilegung der Dielung, Entkernung der Zwischenwände, Rasenmähen im Außenbereich, Säuberungsarbeiten und Ausschneiden von Bäumen vorm Badertor

02.10.1996 Verschließen der Dachfläche und auswechseln von Dachziegeln sowie Einbau eines neuen Dachausstiegsfensters durch (Firma H. Wagner)

03.10.1996 Erste Materialanlieferung für anfallende Baumaßnahmen

05.10.1996 Bauarbeiten im Außenbereich wurden durchgeführt; Ausschachten der Standfläche für Bratwurst und Bierstand, Blumenrabatte; angrenzend zur Fam. Pösche, Mauerabriß im Erdgeschoß – Sitzungsraum, Steine entnehmen im Aufgangsbereic; Zählermesseinrichtung, Unterverteilung und gesamte Elektroinstallation wird erneuert.

14.11.1996      Haupteinspeisung für Elektro- und Wasseranschluß wird erneuert.

18.-23.11.1996   Die Wasserrinne durch das Badertor wird durch Firm. Rauschert ausgebessert           .

Stufen im Eingangsbereich werden entfernt und Fundamente für neue Stufen gelegt.

Ausgebaute Stufen vom Rathausinnenhof werden im Badertor neu gesetzt (K. Lewitz, J. Friedel, W. Hopf, J. Kolaschnik, F. Schwabe, U. Stoltz)

Frank Schwabe prägt dabei den Spruch: ,,Die Bekloppten vom Badertor“

Zwischenbemerkung

Die festgelegte allsonntagabendliche, freiwillige BFC-Stammtischrunde wurde verstärkt zu Berichten und Kritiken des Bauablaufes am Badertor genutzt. Der 2. Vorsitzende U. Stoltz machte sich nicht selten Luft und kritisierte die sehr oft schwache Beteiligung am Baueinsatz. Vielleicht manchmal zu hart aber trotz allem immer im Interesse und Sinne des BFC. Durch eine Äußerung des Alterspräsidenten kam es zu einem Vertrauensbruch. Am 08.04.1997 zur BFC e.V. Versammlung stellte der 2. Vorsitzende U. Stoltz die Ablösung als Bauleiter „Badertor“ zur Diskussion. Er schlug K. Lewitz für die weitere Bauleitung vor. K. Lewitz nahm den Vorschlag an. U. Stoltz erklärte sich trotz allem für eine weitere Mitarbeit bereit.

10.04.1997      Einbringen von Beton im Fußboden Küche und verfüllen des Altwasserschachtes ( K. Lewitz, J. Friedel und R. Klein )

26.04.1997      Untermauern der Außentreppe mit Sandsteinen und Abriß der Holztreppe (K. Lewitz, K. Splinter, R. Klein, D. Jacob und U. Stoltz )

Einbau der Ständerwände und Sanitäreinrichtung (Tino Wächter)

Einbringen von Beton im Fußboden des Eingangsbereiches

Die Treppe zum Obergeschoß im Gebäude wurde durch Fritz Hanf und J. Friedel neu gebaut und in den folgenden Tagen durch J. Friedel und K. Appelt eingebaut.

Im Außenbereich wurden noch fehlende Erdarbeiten und säuberungs- Arbeiten durch K. Splinter und K. Lewitz ausgeführt.

11.11.1997      Endlich war es soweit! Die Eröffnung des neu renovierten und sanierten Badertor konnte stattfinden.

Viele hatten sich eingefunden um dieses Ereignis mitzuerleben: Christian Nitsch (Bürgermeister), Herbert Schimansky (Bürgermeister a.D.), Konrad Illing (CDU-Landtagsabgeordneter), Ewald Köppe sowie einige Stadtratsmitglieder der Stadt Bürgel. Nicht zu vergessen, viele Veteranen unserer Stadt, nur ganz locker genannt: Böttner Herbert, Früh Werner, Kunze Erich, Hopfe Werner, Köhler Paul, Waldstedt Hans und viele andere mehr. Alle waren des Lobes voll über das neu entstandene und damit wieder Vorzeigbare Badertor. Bis zum heutigen Tag wird es genutzt, hauptsächlich für BFC-Sitzungen, Sitzung der Töpfermarkt GmbH, Feier zum 1.Mai, für private Gesellschaften und zufällig vorbeikommende Personen, welche sich schnell ein Bier und eine Bratwurst holen, wenn der Verein eine Fete abzieht.

11.11.2004      Das Badertor schmückt eine Skulptur!

Eine besondere Freude!  Am 11.11.2004 um 11:11 Uhr wurde im Lichthof des Rathauses die Einweihung der Skulptur ,,Der Narr“ durch den BFC e.V. durchgeführt. Vom 11.11.2004 bis zum 01.05.2005 soll die Plastik im Rathaus verweilen. Danach soll Sie im Vorgarten des Badertor aufgestellt werden. Die Plastik wurde auf den jährlich stattfindenden Töpfermarkt entdeckt und dabei entstand die Idee dieses Objekt zu erwerben. Die Laudatio hielt Dr. Karl Splinter. Er gab Ihm den Namen „Trulli“, abgeleitet von Till und Ulli. Die Plastik steht auf einem Edelstahlrohrgestell. Sie ist mit einer Plakette aus Bronze, 14x10 cm, 0,5 kg, und der Aufschrift „BFC e.V.“ versehen.

11.11.2015      Das Badertor erhält ein neues Wahrzeichen!

Es wurde ein schmiedeeiserner Wandausleger an das Gebäude angebracht. Den Entwurf fertigte U. Stoltz 2008 an und besprach ihn mit den Vorsitzenden und gleichzeitigen Metallbaumeister Sebastian Bergner ab. Seine Firma steht in Rauda. Der Ausleger besteht aus Schmiedeeisen und die Berührungspunkte sind mit Zierbunden zusammengefasst. Zwei Faschingsmasken, „eine lachende und eine weinende“ aus Kupferblech getrieben stehen auf der Auslegerspitze. Am unteren Ende des Auslegers befindet sich eine Faschingsmütze, ebenfalls aus Kupferblech getrieben. Im Mittelfeld des Auslegers ist das BFC-Logo Kupferblech plastisch getrieben mit den Buchstaben BFC aus Edelstahl (Plasma geschnitten) aufgebracht, bearbeitet von Marian Vogel. Die schmiedeeiserne Konstruktion wurde in einem grau/schwarzen Farbton feuerbeschichtet. Am 06.11.2015 wurde der Ausleger von Sebastian Bergner, Steffen Drescher und Ulrich Stoltz am Badertoreingang montiert. Die feierliche Einweihung fand am 11.11.2015 nach der Faschingseröffnung statt und die Laudatio hielt wie immer unser Altpräsident Karl Splinter. Somit ist wieder ein weiterer Hingucker in unserer Stadt Bürgel entstanden, wenn auch einige BFC er ausgerechnet haben, dass es sich um ein ganz besonderes Prachtstück handeln muss. Fertigstellung vom Entwurf bis zur Vollendung immerhin sieben Jahre.





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